Stationäre Löschanlagen im Fokus
Die Diskrepanz zwischen einer sinkenden Zahl von Großschäden einerseits und dem steigenden Schadenaufwand im Einzellfall auf der anderen Seite zeigt zweierlei: Der Wert der zu schützenden Risiken steigt und wird zunehmend ernst genommen. Wer jedoch darauf verzichtet, beim Bau oder Modernisierung von Industrieanlagen in technischen Brandschutz zu investieren, riskiert immer höhere Summen, die den Flammen im Falle eines Brandes zum Opfer fallen.
Brandrisiken in jeder Branche
Tatsächlich gab es im vergangenen Jahr kaum einen Bereich, der nicht von einem Großbrand betroffen war. Das wird jetzt auch durch die aktuellen Erfolgsstatistiken 2004 für ortsfeste automatische Löschanlagen bestätigt: Allen voran die Metallindustrie (13,8 Prozent aller gemeldeten Brandfälle), gefolgt von Warenhäusern (10,9 Prozent), der Elektroindustrie und der Lebensmittelproduktion (je 8,7 Prozent). Brände wurden wiederholt auch in Bürogebäuden, Druckereien, der Papier- Textilindustrie, in Garagen und der Automobilbranche sowie aus dem Bereich der Kunststoffverarbeitung gemeldet.
Auffällig hoch ist die Zahl der Brände, die außerhalb der Arbeitszeiten entsteht. 2004 waren es nicht weniger als 35 Prozent. Das hängt auch mit den Brandursachen zusammen. Nach Angaben der Provinzial Versicherung waren im Mittel der letzten zehn Jahre Brandstiftung und „Elektrizität für mehr als die Hälfte aller Brandschäden in der Industrie verantwortlich Ursachen also, die jederzeit auftreten können. Demzufolge wurden 56 Prozent der Löschanlagen automatisch und 31 Prozent über eine Brandmeldeanlage ausgelöst. Nur in jedem achten Fall erfolgte die Auslösung manuell.
Beteiligt an der Erfolgsbilanz waren sowohl Wasser- als auch Speziallöschanlagen, die mit Kohlendioxid, Schaum, Pulver, Inertgasen oder dem Löschgas FM 200 arbeiteten. Erneut wurde dabei die hohe selektive Löschwirkung von Sprinkleranlagen deutlich: In 37,5 Prozent der untersuchten Fälle löste lediglich ein Sprinkler aus; in 69 Prozent maximal vier. Größere Schäden wurden also bereits im Vorfeld verhindert und das mit einem Bruchteil der Wassermenge, die die Feuerwehr dafür später benötigt hätte. (Quelle: Aus der Zeitschrift PROTECTOR · Ausgabe Juni 2005 · 06/05 · Seite 24-25)
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